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  S-VHS Kassetten

Super Video Home System S-VHS ist ein verbesserter, abwärtskompatibler VHS-Standard für Heimvideo. Er ist 1987 von der Firma JVC eingeführt worden. S-VHS bietet 60% mehr horizontale Bildauflösung und kann damit das Helligkeitssignal praktisch in voller Auflösung speichern. S-VHS errang keinen durchschlagenden Markterfolg, konnte sich jedoch als eine der dem VHS-System qualitätsmäßig überlegenen Alternativen etablieren. Auf S-VHS-Maschinen sind VHS-Videos abspielbar. Umgekehrt gilt dies nicht, nur wenige (und dann speziell gekennzeichnete) VHS-Geräte können S-VHS-Videos wiedergeben, jedoch nur in VHS-Qualität. Für den Einsatz im Home-Video-Bereich war praktisch nur das normale VHS relevant. Die Verbesserungen – mit Ausnahme von HQ und der Hifi-Stereo-Fähigkeit, die in VHS-Rekordern inzwischen Standard wurden – fanden keine dauerhafte Verbreitung und wurden mit der Einführung von HDD/DVD-Rekordern obsolet. S-VHS bietet eine verbesserte Bildauflösung und höhere Farbgenauigkeit. Die horizontale Bildauflösung ist um etwa 2/3 besser als bei VHS. VHS bietet bezogen auf die Bildhöhe etwa 240 vertikale Linien, S-VHS jedoch 400. Auf die gesamte Bildbreite gerechnet sind das etwa 320 Linien bei VHS, und ungefähr 530 bei S-VHS. Auch der FM-Hubbereich wurde gegenüber VHS (nur 1 MHz) auf 1,6 MHz erhöht. Diese hohen Frequenzen können aber von einfachen VHS-Bändern nicht zuverlässig aufgezeichnet werden. Deshalb werden für S-VHS typischerweise spezielle hochwertigere eisenoxidbeschichtete Bänder mit erhöhter Magnetpartikeldichte verwendet. Ein weiteres entscheidendes Kriterium für die bessere Bildqualität des S-VHS-Systems gegenüber VHS ist die Trennung von Helligkeits- und Farbsignal, nicht nur bei der Aufzeichnung (wie auch von VHS geboten), sondern auch auf den Signalwegen zu den Endgeräten, also in Verbindungskabeln und Steckern. S-VHS kann theoretisch sogar ein besseres Bild als terrestrisch ausgestrahltes Analog-Fernsehen bieten. Besonders Amateurfilmern kam die bessere Bildqualität – erreicht durch Trennung des Helligkeits- (Y) und des Farbsignals (C) – sehr entgegen, weil S-VHS Schnitt-Kopien in annehmbarer Qualität erlaubte.

 (Auszug aus http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Videobandformat)

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